Arbeit und Weiterbildung für alle!

Die Firma Alstom gibt im Januar bekannt, rund 1300 Stellen zu streichen. Dabei zieht sich der Vorsitzende der Geschäftsführung und Alt-Bundesrat Joseph Deiss still und heimlich zurück und zeigt sich zu feige, Verantwortung zu übernehmen. Die SBB gibt ihm Rahmen ihres Sparprogrammes bekannt, bis 2020 in etwa 1400 Stellen abbauen zu wollen. Im Frühling äussert sich auch Brogli zur Thematik: es brauche einschneidende Massnahmen – ohne Stellenabbau wäre mit einem enorm grossen Loch im Kantonsportemonnaie zu rechnen. Im Oktober wird publik, dass die NAB bis 2017 60 Stellen streichen wird und die Enics in Turgi reduziert ihren Personalbestand um 40 Stellen. Der Stellenabbau wird salonfähig, niemanden scheint es zu kümmern. Diese Entwicklungen – alleine im vergangen Jahr zeigen – das Risiko, arbeitslos zu werden, ist reeller, als je zu vor – es kann jede_n treffen!
Die Dringlichkeit zu handeln ist hoch. Wir müssen Verantwortung übernehmen und ausmerzen, was die unkontrollierten Finanzmärkte und die verantwortungslosen Spekulanten angerichtet haben.

Betroffen sind zum einen Personen über 50, welche über Jahre oder gar Jahrzehnte einen hervorragenden Job ihn ihrem spezifischen Arbeitsbereich gemacht haben, jedoch durch die zunehmende Digitalisierung und Umstrukturierung des Arbeitsmarktes nicht mehr gebraucht werden. Das Fachwissen ist durch fehlende Weiterbildungen nicht mehr aktuell, die Qualifikationen sind meist tief. Die Aussichten für eine Neuanstellung sind gering, die Gefahr einer Langzeitarbeitslosigkeit mehr als real. Wir können und dürfen es nicht verantworten, dass Menschen bereits mit 50 Jahren im Wartezimmer des Arbeitsmarktes sitzen! Um den Anforderungen wieder zu entsprechen, brauchen Betroffene Umschulungen und Weiterbildungen!
Andererseits zeigt die Entwicklung aber auch, dass die Jugendarbeitslosigkeit weiter steigt. Jungen LehrabgängerInnen fällt der Einstieg in die Arbeitswelt schwer, und genau dies gilt es zu verhindern. Es darf nicht sein, dass Jugendliche bereits nach Abschluss der Lehre auf der ihre Perspektiven verlieren – denn sie sind die Zukunft!
Genau dieser Thematik will die Initiative „Arbeit und Weiterbildung für alle!“ des Aargauischen Gewerkschaftsbundes den Riegel vorschieben. Ziel ist es, die Integration von Personen ohne Arbeit zu fördern, welche voll- oder teilleistungsfähig sowie aus- oder weiterbildungsfähig sind. Um dies zu erreichen, fordert die Initiative Präventivmassnahmen für stark von Arbeitslosigkeit bedrohten Personen im Rahmen von Umschulung sowie Aus- und Weiterbildungen, Arbeitsplätze für teilleistungsfähige Personen, Massnahmeplätze mit Weiterbildungsanteil für Arbeitslose und zusätzliche Taggelder für von der ALV ausgesteuerte Arbeitslose während der Rahmenfrist.
Wir müssen dafür sorgen, das zukünftig präventiv gehandelt wird! Wir müssen dafür sorgen, dass die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt realistischer und schneller gelingt! Wir müssen dafür sorgen, dass die Jugendarbeitslosigkeit so gering wie möglich gehalten wird und der Einstieg in die Arbeitswelt einfacher gelingt! Wir müssen dafür sorgen, dass auch teilleistungsfähige Personen eine Chance erhalten. Wir müssen dafür sorgen, dass wieder in Menschen investiert wird! Sagen wir deshalb am 12.Februar JA zur Initiative „Arbeit und Weiterbildung für alle!“.

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