Kundgebung gegen die extreme JSVP-Initiative in Aarau

31.01.2026

Am Samstag, dem 31. Januar, versammelten sich Mitglieder der JUSO Aargau, jungen Grünen Aargau, jungen GLP Aargau und Junge Mitte Aargau am Holzmarktplatz in Aarau zu einer Kundgebung gegen die extreme JSVP-Initiative “Arbeit muss sich lohnen”. Sie fordern lautstark ein Nein zur Vorlage und präsentieren sich mit zwei Reden der Jungparteien sowie einer Rede von einer Expertin der Caritas.

An der heutigen Kundgebung fand Jacqueline Wick, Präsidentin der Jungen Mitte Aargau, deutliche Worte zur bevorstehenden Abstimmung über die Initiative «Arbeit muss sich lohnen».

«Wir dürfen uns von diesem glänzenden Titel nicht täuschen lassen, er ist eine klassische Mogelpackung», warnte Wick in ihrer Ansprache. Die Initiative suggeriere eine Besserstellung der Arbeitenden, ziele in Wahrheit aber schlicht auf Sozialhilfekürzungen ab. «Wer ‹Ja› sagt, stimmt nicht für lohnendere Arbeit, sondern für Sozialabbau», so die Präsidentin der Jungpartei.

Wick betonte, dass die Initiative die Realität im Aargau verkenne und Menschen treffe, die oft unverschuldet auf Hilfe angewiesen seien – etwa Alleinerziehende ohne Betreuungsplatz oder ältere Arbeitnehmende, die ihren Job verloren hätten. Zudem wies sie auf die negativen Folgen für die Gemeinden hin: mehr Bürokratie und Behördenaufwand».

Als nächstes sprach die Caritas-Aargau-Expertin Annick Grand zur Sozialhilfe im Aargau. Sie machte deutlich, dass die Initiative unnötig und kontraproduktiv sei: Sie verschärfe Armut, sei rechtlich nicht haltbar und führe am Ende zu Mehrkosten für die Steuerzahler*innen. Sinngemäss brachte sie es auf den Punkt: «Diese Initiative löst kein Problem – sie schafft neue, indem sie Menschen tiefer in die Armut drückt und die Gemeinden zusätzlich belastet.»

Zuletzt stellten sich noch Ugur Diktas für die JUSO Aargau und Emma Flohr für die Jungen Grünen Aargau ans Mikrofon. Sie erläuterten noch einmal weshalb auch die linken Parteien diese Initiative klar ablehnen. “Es geht um Lebensqualität, um soziale Sicherheit und um Menschenwürde, welche auf dem Spiel steht.”, sagte Flohr. Diktas kritisierte den Ansatz der Jungen SVP: “Nach unten treten ist immer einfach. Denn das sind schliesslich die Menschen, die sich am wenigsten wehren können.” Sie betonten beide, dass die grossen bürgerlichen politischen Kräfte in der Schweiz mit ihrer menschenfeindlichen Politik einen Abbau der Solidarität und des Sozialstaats zum Ziele hätten und dass sich Linke in der Politik dagegen wehren müssen, aktiv werden müssen und klare Kante gegen rechts zeigen müssen.